„125 Jahre alt und kein bisschen müde“ – so der Untertitel einer aktuellen Fotografie des Gemischten Chores der FeG Breitscheid. Und tatsächlich gelang es den Verantwortlichen des Festgottesdienstes am Sonntagnachmittag im Saal der FeG Breitscheid, den Geist und die Energie jener jungen Leute wiederzugeben, die sich im Jahr 1890 zu einem Chor zusammenschlossen. Obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch keine formelle Gemeinde gab, eher formlose Treffen in verschiedenen Häusern, war es einer Anzahl junger Menschen damals wichtig, in einem Chor regelmäßig Lieder zur Ehre Gottes zu singen.

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DSC_5000Die ersten der vielen dargebotenen Lieder und Musikstücke stammten dann auch aus der Anfangszeit des Chores. Titel wie „Das ist meine Freude“ und „Auf Adlersflügeln getragen“ weckten bei vielen der über 300 Besucher sicher nostalgische Gefühle. Das Programm ging aber weiter und so wurden auch Lieder aus den folgenden Jahrzehnten dargeboten – bis hin zu Gospelmusik und aktuellen Lobpreisliedern begleitet von einer Band.

Während Dirigentin Line Deisel sich um die musikalischen Belange ihres Chores kümmerte, führte ihr langjähriger Amtsvorgänger Burkhard Müller  durchs Programm. Dabei wurden auch immer wieder Höhepunkte der Chorgeschichte aufgezeigt.

Auch weitere Teilnehmer spielten während der Veranstaltung zum „Lob des Herrn“, dem Motto der Veranstaltung: der Posaunenchor gab Gospel, Ragtime und Selbstkomponiertes seines Leiters Armin Müller zum Besten. Ein eigens gegründeter Kinderchor brachte das Publikum in Bewegung und bewies, dass der sängerische Nachwuchs sichergestellt ist. Und ein Doppelquartett überzeugte durch sein musikalisches Können.

In einer kurzen Andacht ging Marco Hinter vom Leitungskreis der Breitscheider Gemeinde auf die vielen Gründe ein, die auch noch in der heutigen Zeit Existenzberechtigung für einen christlichen Chor sind. Dabei erläuterte er an einigen biblischen Beispielen, dass Gesang nicht nur zur menschlichen Natur gehört, sondern auch der besondere Segen Gottes darauf ruht.

DSC_5016Nach dem beinahe zweistündigen Programm waren alle Besucher eingeladen, sich bei Kaffee oder einem Snack auszutauschen. Viele ehemalige Chormitglieder waren eigens zu dem Festgottesdienst angereist und freuten sich über interessante Begegnungen und die Erinnerung an alte Zeiten.

[Beitrag verfasst von St. Müller]